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Fünf Schritte für zuverlässigere Inbound-Logistik

Transporte zu Amazon sind oft komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Ein verpasstes Anlieferfenster hier oder eine kurzfristige Änderung dort mag für sich genommen unbedeutend wirken. Mit der Zeit können sich solche Störungen jedoch summieren, die Kosten erhöhen und den kontinuierlichen Warenfluss beeinträchtigen.

Viele Unternehmen betrachten diese Reibungsverluste als unvermeidbaren Bestandteil des Tagesgeschäfts. Doch oft lassen sie sich mit gezielten Anpassungen deutlich reduzieren. Bereits wenige Veränderungen bei der Steuerung von Inbound-Transporten können dazu beitragen, Lieferungen an Amazon planbarer zu gestalten und gleichzeitig die operativen Kosten zu senken, ohne das gesamte Netzwerk neu aufsetzen zu müssen.

Wo es in der Inbound-Logistik häufig hakt

Zur Inbound-Logistik gehören sämtliche Abläufe zwischen der Bereitstellung der Ware durch den Lieferanten und ihrer Anlieferung bei Amazon. Obwohl dieser Prozess klar definiert scheint, treten hier in vielen Unternehmen die meisten operativen Reibungsverluste auf.

In vielen Unternehmen haben sich Inbound-Prozesse nach und nach entwickelt. Verschiedene Abteilungen, Lieferanten und Transportpartner tragen jeweils ihren Teil dazu bei, häufig ohne einen vollständig abgestimmten Gesamtprozess. Das Ergebnis sind unterschiedliche Arbeitsweisen und eine begrenzte Transparenz über den gesamten Ablauf.

Die daraus entstehenden Reibungsverluste zeigen sich häufig in folgenden Bereichen:

  • Unklare Verantwortlichkeiten auf wichtigen Relationen zu Amazon: Wenn keine eindeutige Zuständigkeit besteht, treten dieselben Probleme häufig wiederholt auf. Dazu gehören verspätete Anlieferungen zu gebuchten Zeitfenstern oder Sendungen, die nicht rechtzeitig für die geplante Abholung bereitstehen.
  • Uneinheitliche operative Prozesse: Wenn Lieferanten unterschiedliche Verpackungs-, Etikettierungs- oder Vorbereitungsvorgaben anwenden, wird die Steuerung der Anlieferungen an Amazon deutlich komplexer. Häufig müssen Paletten nachbearbeitet oder neu zusammengestellt werden, damit sie den Anforderungen entsprechen. Das bindet Ressourcen und erschwert die Einhaltung geplanter Liefertermine.
  • Fehlende Transparenz an den entscheidenden Stellen: Ohne eine zentrale Übersicht darüber, welche Lieferungen wann bei Amazon eintreffen sollen, wird die Planung von Beständen und Ressourcen schwieriger. Teams sind dann oft auf kurzfristige Statusmeldungen oder telefonische Rückfragen angewiesen und reagieren eher auf Ereignisse, als sie aktiv zu steuern.
  • Versteckte Kosten und schwer erkennbare Ursachen: Wartezeiten, Zusatzfahrten oder erneute Zustellversuche bei Inbound-Transporten können sich schleichend summieren. Fehlt der Gesamtüberblick, ist es schwierig nachzuvollziehen, wo Probleme tatsächlich entstehen und wie sie nachhaltig behoben werden können.

Mehr Zuverlässigkeit bei Inbound-Transporten zu Amazon

Viele dieser Herausforderungen lassen sich mit einer klaren Struktur und definierten Prozessen deutlich reduzieren. Die folgenden Maßnahmen helfen dabei:

1. Klare Verantwortlichkeiten für wichtige Relationen zu Amazon festlegen

Beginnen Sie mit den Relationen, die den größten Einfluss auf Warenverfügbarkeit und Performance innerhalb des Amazon-Netzwerks haben. Halten Sie für jede dieser Relationen fest, wer aktuell den Transport beauftragt und wer aktiv wird, wenn Sendungen verspätet eintreffen oder gebuchte Anlieferfenster nicht eingehalten werden.

Wenn diese Aufgaben auf mehrere Teams verteilt sind oder überwiegend bei Lieferanten liegen, sollten die betreffenden Relationen genauer betrachtet werden. Häufig profitieren solche Relationen von einem klaren Verantwortungsmodell, bei dem eine zentrale Ansprechperson die Koordination zwischen Lieferanten, Transportdienstleistern und den Anlieferungen bei Amazon übernimmt.

2. Ein gemeinsames Regelwerk für Anlieferungen an Amazon schaffen

Betrachten Sie die Lieferanten, die den größten Anteil Ihres Inbound-Volumens nach Amazon ausmachen. Definieren Sie für diese Gruppe in einem kompakten Dokument die wichtigsten Regeln und Erwartungen: Wer organisiert und bezahlt den Transport? Wie lange vor der Abholung muss die Ware bereitstehen? Wer bucht die Anlieferfenster bei Amazon und bis wann? Welche Informationen müssen vor Transportbeginn vorliegen?

Dieses zwei- bis dreiseitige Inbound-Playbook kann sowohl intern als auch mit Lieferanten genutzt werden. Ziel ist es, individuelle Einzelabsprachen durch einen einheitlichen Standard für Anlieferungen an Amazon zu ersetzen.

3. Eine gemeinsame Datenbasis für Inbound-Transporte zu Amazon etablieren

Legen Sie für das kommende Quartal fest, an welchem zentralen Ort die Planung und ETA-Informationen für Ihre wichtigsten Relationen zu Amazon verwaltet werden. Das kann beispielsweise ein Transport Management System (TMS) oder eine digitale Buchungs- und Tracking-Plattform sein.

Stellen Sie sicher, dass die neue Vorgehensweise klar kommuniziert wird. Neue Buchungen auf diesen Relationen sollten ausschließlich über die festgelegte Plattform erfolgen, und die für Anlieferungen an Amazon verantwortlichen Teams sollten die Informationen regelmäßig prüfen. So arbeiten alle Beteiligten mit derselben Datengrundlage und können schneller auf Abweichungen reagieren.

4. Die Planung auf Basis tatsächlicher Leistung neu ausrichten

Wiederkehrende Terminabweichungen oder erneute Anlieferungen bei Amazon liefern wertvolle Hinweise auf Schwachstellen im bestehenden Prozess. Häufig zeigen sie, dass die zugrunde liegenden Planungsannahmen nicht mehr mit den tatsächlichen Abläufen übereinstimmen.

Analysieren Sie die wichtigsten Relationen zu Amazon anhand der Daten der vergangenen Monate. Vergleichen Sie dabei beispielsweise geplante und tatsächliche Ankunftszeiten sowie mögliche Wartezeiten an den Standorten.

Zeigen sich dabei regelmäßige Abweichungen, sollten die verantwortlichen Teams gemeinsam prüfen, ob die aktuelle Planung realistisch ist. Auf dieser Grundlage lassen sich Abfahrtszeiten, Zeitpuffer und interne Abläufe anpassen, sodass gebuchte Anlieferfenster besser zu den tatsächlichen Prozess- und Transportzeiten passen.

5. Eine Relation mit Amazon gezielt optimieren

Neben der Verbesserung der täglichen Abläufe lohnt sich auch ein Blick auf strukturelle Optimierungspotenziale. Besonders interessant sind Relationen mit häufig nur teilweise ausgelasteten Fahrzeugen oder überdurchschnittlich hohen Transportkosten. So kann beispielsweise geprüft werden, ob mehrere nahe gelegene Lieferanten ihre Sendungen an denselben Amazon-Standort bündeln und gemeinsam in Full-Truckload-Verkehren (FTL) transportieren können.

Auch bei längeren Transportstrecken lohnt sich eine Neubewertung. Wenn Liefertermine ausreichend flexibel sind, können intermodale Konzepte eine interessante Alternative für Ihre Inbound-Transporte sein,

So unterstützt Amazon Freight zuverlässigere Inbound-Transporte

Bei Amazon Freight wissen wir, wie groß die Auswirkungen zuverlässiger Inbound-Prozesse auf die gesamte Lieferkette sein können. Deshalb basiert unser Transportangebot auf demselben Netzwerk, das auch die Lieferungen von Amazon unterstützt. In Kombination mit einer modernen Trailerflotte und leistungsfähiger Technologie hilft Amazon Freight, Transporte zuverlässig abzuwickeln – mit einer Termintreue von 95 % bei Abholung und Zustellung.

Für Transporte zu Amazon bietet Amazon Freight eine intuitive digitale Plattform, über die Sendungen gebucht und verfolgt werden können. Teams erhalten jederzeit Transparenz über geplante Abhol- und Lieferfenster sowie aktuelle Statusinformationen in Echtzeit. Dadurch verfügen alle Beteiligten über dieselbe Informationsgrundlage und können Anlieferungen besser koordinieren.

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